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Gut geplant...
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Erschienen
in der Ausgabe 1/2006 der Zeitschrift "Partner Info Qualität" PIQ©
1/06 der Q-DAS© GmbH |
...ist halb gewonnen!
Alfred Adam, Ing.-Büro
ADAM SOFTWARE, Landshut
Die Realisierung einer automatischen Datenerfassung aus einer neuen Produktionsanlage
für ein neues Produkt ist eine Herausforderung für alle Projektbeteiligten.
Wie solche Projekte dennoch durch gute Planung und flexible Softwaretools
gelingen, ohne das Budget oder den Terminplan zu sprengen, zeigt dieser
Bericht.
Ein typisches Szenario: der Hersteller für Autoteile hat den Auftrag zur
Fertigung eines neu entwickelten Teils vom Automobilhersteller erhalten
und hat dafür beim Maschinenhersteller eine neue Fertigungsanlage bestellt.
Alle Messwerte aus der Anlage sollen für eine online Visualisierung wie
auch für nachträgliche Auswertungen aus der Datenbank erfasst werden. Dabei
sind nicht nur Produkt, Fertigungsprozess und Anlage neu sondern meistens
auch die Zusammensetzung der beteiligten Firmen. Alle Beteiligten sehen
sich also zunächst mit vielen offenen Fragen konfrontiert. Deshalb ist es
wichtig die Anforderungen rechtzeitig bekannt zu machen und die Grundlagen
für eine reibungslose Kommunikation zu schaffen. Dazu ist ein gemeinsamer
Workshop geeignet dessen wichtigstes Ergebnis die Definition der zu erfassenden
Datenfelder ist. Die Komplexität des Projektes kann nur durch die konsequente
Nutzung von Standards bewältigt werden, denn weder das begrenzte Projektbudget
noch der enge Terminplan erlauben es „das Rad neu zu erfinden“. Hier kommt
das standardisierte Q-DAS© Datenformat voll zur Geltung und bietet eine
strukturierte Grundlage zur Definition der Datenfelder. Damit sind die Voraussetzungen
für aussagekräftige statistische Auswertungen gegeben. Da eine Anlage meistens
genau so einmalig ist wie das Produkt welches damit gefertigt wird, gibt
es hier keine standardisierten Datenstrukturen. Genau so vielfältig sind
die Möglichkeiten zur Kommunikation mit den Geräten und Steuerungen der
Anlagen. Unterschiedliche herstellerspezifische Hardware und Protokolle
der industriellen Automatisierungstechnik stellen weitere Hürden dar. Um
diese Vielfalt zu meistern nutzt die Datenerfassungssoftware SPCprocessLink
den Kommunikationsstandard OPC, über den unterschiedlichste Datenquellen
einheitlich dargestellt und angebunden werden können.

Bild1:
Herstellerspezifische Datenstrukturen im
Speicher der Anlage.
Der Ansatz, das Datenerfassungsprojekt entlang des Datenflusses zu definieren
und bei der Datenquelle, also der Anlage, anzufangen erweist sich als schwierig,
weil diese Datenstrukturen (s. Bild 1) in dieser frühen Projektphase vom
Maschinenhersteller noch nicht fertig gestellt sind. Auch ein mit qs-STAT©
erstellter Prüfplan ist meistens noch nicht vorhanden. Deshalb wird zunächst
eine Excel Tabelle genutzt um alle Informationen zentral zusammenzutragen
und später an alle Beteiligten aktuell zu verteilen (s. Bild 2). Hier werden
alle zu erfassenden Merkmale eingetragen. Dabei berücksichtigt der Prüfplaner
einerseits die Anforderungen des Kunden und der Produktmanager macht seinen
Informationsbedarf geltend, während der Maschinenhersteller auf der anderen
Seite sicherstellen muss, dass die gewünschten Informationen später auch
tatsächlich im Datenbereich der Anlage abgebildet werden.

Bild2:
Nach dem Workshop sind die Merkmale mit den
K-Feldern und deren Datenquellen definiert.
Der Projektverantwortliche für die Datenerfassung wacht über die Einhaltung
der firmeninternen Richtlinien. Er stellt sicher, dass alle Pflichtfelder
vorhanden sind und dass Datentyp, Länge und Inhalt den Anforderungen entsprechen.
Er definiert auch die neuen Einträge in dem Ereigniskatalog passend zu den
Anlagen spezifischen Ereignissen, welche vom Maschinenhersteller bereitgestellt
werden. Der Maschinenhersteller stellt die Messwerte eines Teils zusammen
mit den zugehörigen Kopfdaten in seinem Datenbereich zum Abholen bereit
und signalisiert dies über ein Bit „Daten bereit“. Zur Absicherung der Kommunikation
signalisiert SPCprocessLink die erfolgreiche Übernahme der Daten über ein
zweites Bit „Daten gespeichert“. Dieses einfache Handshake Verfahren gewährleistet,
dass kein Datenverlust entsteht, besonders wichtig bei Dokumentationspflicht.

Bild3:
Die Entscheidung ob die Grenzwerte von der
Anlage übernommen werden oder fest eingegeben werden kann in SPCprocessLink
auch nachträglich einfach geändert werden.
Wie bei neu entwickelten Produkten und Prozessen üblich, sind noch nicht
alle Sollwerte und Grenzwerte bekannt oder sie werden nachträglich geändert.
Deshalb kann für die ersten Muster die automatische Übernahme der Grenzwerte
aus der Anlage gewählt werden und erst nachdem die Spezifikation vom Kunden
endgültig ist, die Werte fest vorgegeben werden. Die Änderung dieser Einstellung
kann in SPCprocessLink auch nachträglich mit wenigen Mausklicks erledigt
werden. Gerade diese Flexibilität erlaubt es ein Projekt erfolgreich in
Betrieb zu nehmen obwohl noch nicht alle Vorgaben bekannt sind. Da die Anbindung
durch Konfiguration und nicht durch individuelle Programmierung erfolgt,
sind nachträgliche Änderungen auch vom Kunden mit geringem Aufwand einfach
durchzuführen. Falls die offenen Fragen erst zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme
beantwortet werden müssen, ist die Gefahr groß, dass eine vollständige Fertigstellung
nicht termingerecht möglich ist. Wenn die Planung jedoch rechtzeitig erfolgt,
kann ein komplexes Projekt in wenigen Tagen fertig gestellt werden und die
ersten Daten werden bereits während der Fertigung der ersten Musterteile
erfasst. Die Maschinenfähigkeit kann von Anfang an nachgewiesen werden und
alle Auswertungen mit Q-DAS© Software profitieren von einer hohen Datenqualität.
Weitere Informationen finden Sie unter www.adam-software.de oder direkt
beim Autor: Tel. +49-871-951428 oder
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