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Neue Schnittstellen für die Prozessdatenerfassung
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Erschienen
in der Ausgabe 2/2003 der Zeitschrift "Partner Info Qualität" PIQ©
2/02 der Q-DAS© GmbH |
Neue Schnittstellen
für die Prozessdatenerfassung
Alfred Adam, Ing.-Büro
ADAM SOFTWARE, Landshut
Neueste Entwicklungen im Bereich der Chiptechnologie für die Automatisierungstechnik
und der passenden Software für die Kommunikation machen es möglich, Anbindungen
für die Prozessdatenerfassung kostengünstig und schnell durchzuführen. Eine
durchgängige Lösung von der Erfassung direkt aus der Produktionsanlage bis
zur Visualisierung und Auswertung mit Q-DAS® Statistiksoftware kann ohne
Programmierung sofort realisiert werden. Nachdem mittlerweile jeder Büro
PC standardmäßig mit einer Ethernet Netzwerkkarte ausgestattet ist, erobert
Ethernet nun auch die Werkshallen. Immer mehr Produktionsanlagen werden
von Anfang an mit Ethernet Schnittstellen ausgestattet und die Nachrüstung
alter Maschinen wird dank neuer Ethernetadapter immer einfacher.

Bild1:
NetLink: der kleinste Ethernet Adapter für
die S7 Steuerung ist im Steckergehäuse untergebracht!
Für die Anbindung von Maschinen mit den sehr verbreiteten SIEMENS S7 Steuerungen
wurde der Ethernet/MPI Konverter „NetLink“ entwickelt (s. Bild 1). Durch
seine kompakte Bauweise kann der NetLink direkt an die MPI (PPI) Schnittstelle
der SIEMENS Steuerung gesteckt werden. Die gesamte Elektronik ist im Steckergehäuse
untergebracht. Ein Netzteil ist nicht notwendig, die Stromversorgung erfolgt
direkt aus der Steuerung. Das Ethernetkabel mit RJ45 Stecker wird an eine
Netzwerksteckdose oder an einen Hub oder Switch angeschlossen. Auch eine
direkte Verbindung mit dem Netzwerkanschluss eines PCs ist über ein gekreuztes
Patchkabel möglich falls kein Netzwerk zur Verfügung steht (s. Bild 2).

Bild2:
Einfache Anbindung der SIEMENS S7 Steuerungen
mit NetLink
Steuerungsseitig ist keine Erweiterung notwendig da MPI (oder PPI an der
S7-200) als Programmierschnittstelle an jeder SIEMENS S7 Steuerung bereits
vorhanden ist. Auch die Software in der Steuerung muss in der Regel nicht
geändert werden: die Erfassungssoftware SPCprocessLink liest die Messwerte
aus dem Datenspeicher der Steuerung über Standard Protokolle die in jeder
Steuerung eingebaut sind. Die maximale Übertragungsrate von 12 Mbit/s zur
Steuerung und die 10 oder 100 Mbit/s bei Ethernet bieten genügend Bandbreite
für die Erfassung großer Datenmengen in kurzen Taktzyklen. Weil die Ethernetverbindung
auch für die Instandhaltung der Anlage genutzt werden kann, wird das zur
Fernwartung übliche Spezialmodem samt Telefonleitung eingespart. Die Vorteile
von Ethernet gegenüber einer seriellen Verbindung mit RS232 sind deutlich:
große Entfernungen, hohe Übertragungsraten, Netzwerkfähigkeit, Verfügbarkeit
von Standardkomponenten, Nutzung der bestehenden Netzwerkinfrastruktur.
Obwohl es bereits kostengünstige 1000 Mbit/s (1 Gigabit/s) Ethernet Karten
und Switches gibt, reicht meistens noch die „langsame“ 10 Mbit/s Variante
(ca. 100-mal schneller als RS232). Auch zum Übertragungsmedium Kupferkabel
gibt es Alternativen: Glasfaserkabel wird bei starken elektromagnetischen
Störungen oder großen Entfernungen eingesetzt, während Funkverbindungen
(WLAN) eine Verkabelung überflüssig machen. Da Ethernet sich in der Automatisierungstechnik
immer mehr durchsetzt, werden neue Maschinen immer öfter mit Ethernet Schnittstellen
ausgestattet und an das Netzwerk angeschlossen. Es gibt aber auch für die
alten S5 Steuerungen, die immer noch sehr verbreitet sind, geeignete Adapter
für die Anbindung. Dank konsequenter Nutzung von Standards ist die Installation
einer Prozessdatenerfassung mit SPCprocessLink nicht nur mit SIEMENS Steuerungen
ohne Programmierung möglich (Bild 3).

Bild3:
Auch Steuerungen von Allen-Bradley, B&R,
Mitsubishi, Beckhoff oder LabVIEW liefern Messwerte über Standard Schnittstellen.
Mit allen Geräten für die es einen Standard OPC Softwaretreiber gibt reduziert
sich die Anbindung auf das Einspielen der Treiber und die Einstellung der
Adressen. Die Zuordnung der Datenquellen (Prozessvariablen) zu den Q-DAS®
Datenfeldern (Teile-, Merkmal-, Werte- und Zusatzdatenfelder) erfolgt einfach
per Mausklick. Die Daten werden durch SPCprocessLink immer im gültigen Q-DAS®
Datentransferformat abgelegt, unabhängig von Anzahl, Herkunft oder Ziel
der Messdaten. Die Visualisierung mit procella® monitoring, die Auswertung
mit qs-STAT® ME oder das Upload in die Datenbank ist dank einheitlichem
Q-DAS® Datentransferformat mit wenigen Mausklicks fehlerfrei eingerichtet.
Durch den Einsatz von Standards von der Erfassung bis zur Auswertung sind
flexible Lösungen verfügbar die einfach zu installieren sind. Der modulare
Aufbau ist jederzeit erweiterbar und für neue Entwicklungen in der Mess-
und Automatisierungstechnik offen. Das Q-DAS® Datentransferformat sorgt
für einen nahtlosen Übergang von den vorherigen zu den aktuellen und zukünftigen
Versionen der Q-DAS® Statistiksoftware.
Weitere Informationen finden Sie unter www.adam-software.de oder direkt
beim Autor: Tel. +49-871-951428 oder
info@adam-software.de
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